Wenn die Erinnerung an das eigene Leben erlischt: Demenz – Wandern zwischen den Welten
11.06.2012
Mit 65 Jahren sind nur zwei Prozent von Alzheimer betroffen. 20 Jahre später ist es bereits ein Drittel.
Für nicht betroffene Menschen erscheint unser tägliches Handeln und Tun als selbstverständlich: Körperhygiene, sich Termine und Geburtstage merken, die Arbeit erledigen, Einkaufen gehen, sich an Gesichter und Namen erinnern etc. Auch nicht betroffene Menschen vergessen mitunter, aber AlzheimerpatientInnen vergessen nach und nach für immer. Das eigene Leben zu vergessen, den gewohnten Tagesablauf nicht mehr bewältigen zu können, Wörter und Gedanken nicht mehr abrufen zu können, führen zu Angst und sozialem Rückzug.
Ursache der fortschreitenden Alzheimersymptome sind Einlagerungen von Eiweißspaltprodukten – genannt Amyloid und Tau – zwischen den Nervenzellen des Gehirns. Diese Plaques stören die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen und somit die Hirnleistung. Hinzu kommen ein Mangel an Botenstoffen und weitere erschwerende Faktoren.
Wer Personen mit Demenz begleitet, kennt ungewöhnliche Verhaltensweisen, die jeden fordern – häufig überfordern. Daher ist es für alle Beteiligten unerlässlich, auf fundiertes Wissen zugreifen zu können, um Verständnis und einen Zugang zu den Erkrankten zu finden und um diesen Situationen entspannter begegnen zu können.
Angehörige und professionell pflegende Menschen sind mit enormen Herausforderungen in der Betreuung von DemenzpatientInnen konfrontiert.
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